Insolvenzen: Juni 2011 & 1. Halbjahr 2011: 7,4 % weniger Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2011

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Pressemitteilung       Nr.323 vom    07.09.2011

WIESBADEN – Im ersten Halbjahr 2011 meldeten die deutschen Amtsgerichte 15 247 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 7,4 % weniger als im ersten Halbjahr 2010. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im ersten Halbjahr 2011 mit 51 778 Fällen um 3,9 % niedriger als im ersten Halbjahr 2010. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen auf insgesamt 80 315 Fälle, das waren 5,0 % weniger als im ersten Halbjahr 2010.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger beliefen sich für das erste Halbjahr 2011 nach Angaben der Gerichte auf 15,8 Milliarden Euro gegenüber 21,2 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2010.

Im Juni 2011 wurden 2 520 Insolvenzen von Unternehmen (– 8,4 % gegenüber Juni 2010) und 8 176 Insolvenzen von Verbrauchern (– 12,1 % gegenüber Juni 2010) ge­meldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 12 839 Insolvenzen, das waren 10,7 % weniger als im Juni 2010.

Gegenstand der NachweisungJuni 2011Veränderung
gegenüber
Juni 2010
in %
1. Halbjahr
2011
Veränderung
gegenüber
1. Halbjahr 2010 in %
Insgesamt 12 839 – 10,7 80 315 – 5,0
Unternehmen 2 520 – 8,4 15 247 – 7,4
Übrige Schuldner 10 319 – 11,2 65 068 – 4,4
davon:
– Verbraucher 8 176 – 12,1 51 778 – 3,9
– natürliche Personen als
Gesellschafter
146 2,8 843 – 3,8
– ehemals selbstständig Tätige 1 764 – 9,7 10 948 – 8,0
– Nachlässe 233 0,0 1 499 7,7


Weitere Auskünfte gibt:
Michael Ziebach,
Telefon: +49 611 75 2811,
www.destatis.de/kontakt